Es ist wieder Zeit für unseren jährlichen Lernenden-Ausflug. Leona, unsere KV Lernende im 2. Lehrjahr, hat ihre Eindrücke des Ausfluges hier festgehalten.
Nach wochenlanger Planung stand der Lernenden-Ausflug endlich vor der Tür. Das Schwierigste an der Planung ist es, das Geheimnis für sich zu behalten, da der Ausflug für alle anderen Lernenden eine Überraschung sein soll.
Dieses Jahr ging es nach Luzern. Dort warteten ein Outdoor-Escape-Room und eine entspannende Schifffahrt auf uns.
Am Freitagmorgen besammelten wir uns vor dem Haus 1. Zuerst erhielten wir unsere Lunchtüten für den Tag. Danach ging es mit dem Bus Richtung Luzern. Die Busreise war entspannt und lustig. Als wir in Luzern ankamen, fing es jedoch erst richtig an. Wir fuhren am Verkehrshaus vorbei. Natürlich dachten manche, dass dies unsere erste Destination sei. Das war jedoch eine massive Unterschätzung. Wir standen vor dem See und bildeten zufällige Teams. Der Outdoor-Escape-Room bestand aus verschiedenen Posten. Jedes Team löste die Posten in unterschiedlicher Reihenfolge, an dem mithilfe von Teamgeist, endloser Motivation und viel Durchhaltevermögen ein Rätsel gelöst werden musste. Den ersten Posten absolvierten wir gemeinsam, danach begann der Wettkampf. Alle Teams gingen in verschiedene Richtungen. Wir wurden durch ganz Luzern geführt. Teilweise lagen die Posten nur fünf Minuten voneinander entfernt, manchmal aber auch ganze fünfzehn Minuten. Die Rätsel waren sehr abwechslungsreich und hatten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.
Ich würde sagen, dass die Hitze ein grosser Faktor dafür war, dass mein Team verloren hat. Definitiv nicht, weil wir mit einem Tempo von ungefähr 5 km/h unterwegs waren. (😉)
Nachdem alle Teams fertig waren, trafen wir die anderen Gruppen am Bahnhof. Dort konnten wir uns zwischen einem heissen Getränk und einem Eis entscheiden. Natürlich nahm ich das Eis. Wir machten es uns auf einer Bank gemütlich, bis das Schiff ankam.
Als es endlich anlegte, stiegen wir ein und suchten uns einen Sitzplatz. Schlussendlich sassen wir alle zusammen an einem sonnigen Platz im vorderen Schiffsteil. Dort begannen wir, Werwolf zu spielen. Bei diesem Spiel erhält jede Gruppenverantwortung eine Karte. Entweder ist man ein harmloser Dorfbewohner oder ein Werwolf, der die Dorfbewohner nachts auffrisst. Die Runden waren teilweise ziemlich dreist, die Aussicht dafür wunderschön. Auf dem Schiff packten die meisten ihr Mittagessen aus. Das Essen hatten wir von unserem Koch und unserer lernenden Köchin erhalten, und es war super. Als es Zeit wurde, das Schiff zu verlassen, waren wir jedoch mitten in einer Runde. Also pausierten wir das Spiel. Alle nahmen ihre Karten mit. Während wir auf das nächste Schiff warteten, setzten wir uns hin und spielten weiter. Auch auf dem nächsten Schiff nahmen wir unsere Plätze ein und machten direkt weiter.
Am lustigsten war der Moment, als alle noch lebenden Dorfbewohner die Augen geschlossen hatten und der Schiffskontrolleur geduldig wartete, bis Sandra (Ausbildungsverantwortliche FaBe) wieder «aufwachte», damit er nach unseren Tickets fragen konnte.
Danach war unsere Schifffahrt für diesen Tag auch schon vorbei und es ging Richtung Schürmatt-Bus. Mit dem Bus fuhren wir zu einer Seebadi. Dort durften wir uns erneut entweder ein Eis oder ein Getränk aussuchen. Nachdem alle etwas gewählt und sich hingesetzt hatten, spielten wir dieses Mal nicht Werwolf, sondern unterhielten uns einfach miteinander. Wir sassen dort eine Weile und genossen das schöne Wetter.
Anschliessend ging es wieder zurück zum Bus. Diesmal zeigte das GPS jedoch den Weg zurück zur Schürmatt.
Falls du den letzten Text gelesen hast, weisst du genau, was auf der Rückfahrt passiert ist: Ich bin natürlich wieder eingeschlafen.
Langsam wird das zur Tradition. Aber das bedeutet wohl einfach, dass wir viel Spass hatten!
Autorin: Leona Dobraj, KV-Lernende 2. Lehrjahr